Eine neue Lichtgestalt im Tal

Christian Knappmann, seines Zeichens Stürmer beim so attraktiv- wie mittellosen bergischen Viertligisten unter der Ägide eines der erfolglosesten und trotzdem sich-maßlos-selbstüberschätzenden Mäzenaten und Präsidenten a.Z., konnte heute seiner im Wortsinn „überragenden“ bisherigen Saisonleistung (er führt die Torjägerliste an) die Krone aufsetzen. Die Nummer 11 des Wuppertaler Sport-Vereins traf innerhalb von zehn Minuten vier Mal beim Auswärtsspiel in Kaiserslautern (II)!
Knappmann scheint der einzige Fußballer im Team zu sein, der sich in jedem Spiel vornimmt, nicht nur Leistung zu bringen, sondern den letzten verbliebenen, mehr und mehr leidenden, dabei aber nie die Herkunft negierenden Anhängern Freude durch Tore zu schenken. Wie die sportliche Leitung des WSV dieses Juwel finden (zuvor u. a. FC Gütersloh 2000) und für sich gewinnen konnte, ist ob des normalerweise dilettantischen Geschäftsgebarens der Führung kaum nachvollziehbar. Die heutigen Hütten waren für Christian Knappmann die Saisontreffer 21 bis 24. Hut ab.

Es folgt die Berichterstattung des Livetickers der bekannten und wenig beliebten Wuppertaler Rundschau:

„TOOOOOOOOOOR FÜR DEN WSV!
Knappmann macht postwendend das 1:1!

Die Analyse
Man kennt es: Linksflanke Moosmayer, Kopfball Knappmann – Tor. Der Goealgetter nickte aus drei Metern ein. Sein 21. Treffer.

63. Minute
Knappmann liegt damit wieder vor Lauterns Andrew Wooten, der nicht im Einsatz ist.

Elfer für den WSV!
Knappmann wird gezogen, er war einschussbereit nach einer Rechtsflanke von Landers. Klare Sache.

TOOOOOOOOOOR FÜR DEN WSV!
Knappmann verwandelt selber!

65. Minute
Das war einer wie Andy Brehme im WM-Finale 1990. Links unten. Der Torwart ahnt das, kommt aber nicht ran. Zu platziert!

66. Minute
Nun sind es 22 Saisonbuden. Knappmann wandelt auf den Spuren des legendären Mahir Saglik.

67. Minute
Unverdient ist das Ganze nicht. Der WSV ist engagiert.

68. Minute
Die WSV-Fans stimmen in der riesigen Schüssel das “Lehnchen” an. Die wenigen, die mitgereist sind, bereuen das momentan nicht.

TOOOOOOOOOOR FÜR DEN WSV!
Wieder Knappmann!

Die Analyse
Flankengott Moosmayer hat wieder zuegschlagen. Präzise schlenzt er den Ball über den Keeper, Knappmann muss nur noch einnnicken. Diesmal aus zwei Metern!

71. Minute
2010 war es Hoffer, der dreimal traf, nun Knappmann. Mit einem lupenreinen Hattrick!

TOOOOOOOOOOR FÜR DEN WSV!
Knappmann zum Vierten!

Die Analyse
Diesmal ging die Post über rechts ab. Landers dribbelt bis zur Torauslinie, legt nach innen zurück, Knappmann schiebt ein.

75. Minute
Und fast noch das fünfte! Nun jagt er den Ball aber in die Wolken.“

Quelle: http://wuppertaler-rundschau.de/web/sport_live

 

Stadion am Zoo, Wuppertal (Detail)

Foto: © Florian Kuhne

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2 Responses to Eine neue Lichtgestalt im Tal

  1. Joseph Neuys sagt:

    Herrlich! Danke dafür!

  2. Goldfrosch sagt:

    Patriarch nicht Mäzen ;-)

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